2. Juli 2026 | 18:30 | Uni Hamburg (Ernst-Cassirer-Hörsaal, ESA A)
Fernwärme & Resilienz
Die Wärmewende gilt als zentraler Baustein für klimaneutrale Städte. Derzeit baut Hamburg seine Fernwärme massiv aus, um eine nachhaltige Wärmeversorgung sicherzustellen. Große Fernwärmenetze versprechen Effizienz, Planbarkeit und die Nutzung erneuerbarer und industrieller Abwärme im großen Maßstab. Könnten jedoch neue Abhängigkeiten und potenzielle Verwundbarkeiten entstehen – finanziell, technisch, gesellschaftlich und politisch? Oder sind gerade solche Systeme besonders stabil im Krisenfall?
Hier möchten wir unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen und offene Fragen genauer untersuchen:
Das Gespräch bringt unterschiedliche Perspektiven rund um Energie, Resilienz und gesellschaftliche Transformation zusammen. Im Zentrum stehen nicht fertige Antworten, sondern die offenen strategischen Fragen der Energiewende.
Diskutiert werden u. a. folgende Fragen:
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Sind zentrale Wärmenetze gegen Sabotage anfälliger?– oder können dezentrale Systeme ihre Stärken besser ausspielen?
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Wie sind Effizienz, soziale Steuerbarkeit und militärische Verwundbarkeit gegeneinander abzuwägen?
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Wer entscheidet über solche Infrastruktur – und wie transparent und demokratisch sind diese Entscheidungen?
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Welche Auswirkungen haben steigende Wärmekosten auf soziale Ungleichheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt?
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Welche Rolle spielen kommunale Eigentumsmodelle für eine resiliente und verlässliche Versorgung?
Im Gespräch:
© Pieter Pan
© Melanie Nerlich

Melanie Nerlich
Sprecherin für Energiepolitik, GRÜNE Hamburg.
Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft.
© Simon Güntner
© Students for Future Hamburg

Daha Yeo
Students for Future Hamburg.
Studiert Soziologie an der Universität Hamburg und Illustration an der HAW Hamburg.
Initiatorin der Dialogreihe future dialogues.
Leitfragen
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Braucht ein resilientes Wärmesystem eher zentrale Steuerung oder eine Vielfalt unterschiedlicher Lösungen?
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Welche Redundanzen müssen Fernwärmesysteme besitzen, um krisenfest zu sein?
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Wie lange könnten Städte ihre Wärmeversorgung bei Energieunterbrechungen aufrechterhalten?
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Welche neuen Abhängigkeiten entstehen durch die Wärmewende – und werden diese aktuell ausreichend berücksichtigt?
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Welche Erfahrungen gibt es international mit Fernwärme in Konfliktsituationen?
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Welchen Beitrag können dezentrale, erneuerbare Systeme konkret zur Krisenfestigkeit der Wärmeversorgung leisten?
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Welche Folgen haben hohe Energie- und Wärmekosten für soziale Stabilität und die Akzeptanz der Energiewende?
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Wie kann Fernwärme demokratisch kontrolliert und sozial gerecht organisiert werden?
Location
Ernst-Cassirer-Hörsaal (ESA A)
Hauptgebäude der Universität Hamburg
Edmund-Siemers-Allee 1
20146 Hamburg
future dialogues
Viele Veranstaltungen zur Klimakrise beschäftigen sich mit Technologien, politische Maßnahmen oder fertigen Lösungsansätze. Was dabei oft zu kurz kommt, sind die offenen strategischen Fragen der Transformation.
Die future dialogues setzen genau dort an.
Im Mittelpunkt stehen nicht nur Antworten, sondern die Spannungen, Zielkonflikte und Unsicherheiten, die mit gesellschaftlicher Transformation verbunden sind.
Denn zentrale Fragen der Transformation lauten nicht nur:
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Wie werden wir klimaneutral?
Sondern auch:
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Welche Zielkonflikte werden bislang zu wenig öffentlich diskutiert?
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Welche Annahmen prägen aktuelle Debatten – und sollten stärker hinterfragt werden?
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Welche neuen Abhängigkeiten entstehen durch Lösungsansätze?
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Wie werden große Transformationsentscheidungen demokratisch legitimiert?
future dialogues versteht sich deshalb nicht als klassische Vortrags- oder Meinungsplattform.
Die Reihe soll einen Raum schaffen für wissenschaftsnahe, interdisziplinäre und konstruktive Gespräche zwischen Hochschule, Praxis, Politik und Zivilgesellschaft.
Im Zentrum steht der Dialog:
nicht das Präsentieren fertiger Positionen, sondern das gemeinsame Nachdenken über offene Fragen der gesellschaftlichen Transformation.
Dabei geht es nicht darum, Konflikte aufzulösen oder schnelle Einigkeit herzustellen. Im Gegenteil:
Viele Herausforderungen der Klimatransformation werden erst verständlich, wenn unterschiedliche Perspektiven miteinander ins Gespräch kommen.
future dialogues möchte dafür einen öffentlichen Denkraum schaffen:
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für Fragen, die komplex sind,
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für Perspektiven, die sich widersprechen dürfen,
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und für Gespräche, die nicht mit einfachen Antworten enden müssen.





